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Chronik
1950
• Radio Bremen sendet aus dem neu gebauten Funkhaus an der Heinrich-Hertz-Straße. • Die amerikanische Fluggesellschaft PAN AMERICAN nimmt den Berlin-Flugdienst von Bremen über Hamburg auf. • Der Hafen Bremen wird von 100 regelmäßigen Linien mit deutschen und ausländischen Schiffen bedient. • Mit dem Bau des Zentralbads am Richtweg wird begonnen. • Das 1944 bei einem Luftangriff zerstörte Kabarett-Varieté „Astoria“ wird wieder eröffnet. • Für das neue Theater am Goetheplatz beginnt die erste Spielzeit mit Goethes „Egmont“.

1951
• Die erste Ausgabe der Halbmonatszeitschrift „Bremer Umschau“ erscheint, Herausgeber ist der Verkehrsverein Bremen. • Der Verkehrsverein gibt die Broschüre „Bremen heute“ heraus. • Im „Astoria“ geht die erste „Miss Bremen“-Wahl über den Laufsteg.

1952
• Die Bahnsteiganlagen des Zentral-Omnibusbahnhofs (ZOB) werden dem Verkehr übergeben. • Bundespräsident Theodor Heuss besucht die Familie Kaisen in ihrem Siedlerhaus in Bremen-Borgfeld. • Der Verkehrsverein stellt auf seine Kosten Weihnachtsbäume auf dem Bahnhofsplatz und dem Marktplatz auf.

1953
• Der „Verkehrsverein der Freien Hansestadt Bremen e. V.“ feiert sein 50-jähriges Bestehen. • Die Bremer Stadtmusikanten werden als Leihgabe des Bildhauers Gerhard Marcks aufgestellt. • Der Ozeanriese „United States“ läuft zum erstenmal die neue Columbuskaje in Bremerhaven an. • Der Bremer Senat stiftet den „Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen“ aus Anlass

1954
• Der neue Pavillon des Verkehrsvereins am Bahnhofsplatz wird Für 1.800 Wohnungen der Gartenstadt Vahr wird der Grundstein gelegt. • Die vier markanten Gebäude des Berufsbildungszentrums, mit Hilfe des Marshall-Plans errichtet, werden eingeweiht.

1955
• Der Verkehrsverein gibt die „Bremer Stadtmusikanten“ offiziell in die Obhut des Senats. • Der Dampfer „Glückauf“ bringt 26.000 Passagiere auf die Insel Helgoland.

1956
• Zum ersten Mal findet eine größere Messe in Bremen statt: die Europäische Lehrmittelmesse im Berufsbildungszentrum. • Das Park Hotel wird eröffnet. Vorher stand hier das Parkhaus. • Der Wiederaufbau des 1944 durch Bomben zerstörten Schütting ist abgeschlossen. • Die Verkehrsfliegerschule in Bremen wird eröffnet.

1957
• Dr. Herbert Brenning wird Geschäftsführer des Verkehrsvereins. • Der Verkehrsverein zieht von der Sögestraße 62/64 in die Jakobistraße 7 um. • Im Oktober werden erstmalig 500.000 Übernachtungen

1958
• Die Anzahl der Übernachtungsgäste auf dem Zeltplatz Lankenau beträgt 10.430 Personen, davon 40 Prozent Skandinavier. • Als Auswirkung der Fünf-Tage-Woche geht die Zahl der Geschäftsreisenden zurück.

1959
• Es wird damit begonnen, das Schnoor-Viertel zu restaurieren. • Die Bremer Tabakbörse nimmt ihre Arbeit auf.


Starke Stadtmusikanten

Die Stadtmusikanten kommen, werden gesehen und siegen! Auf Anhieb sind sie Lieblings-Fotomotiv der Touristen, neben Böttcherstraße, Roland und Rathaus. Bis Esel, Hund, Katze und Hahn, die Bronzefiguren aus der Werkstatt des Bildhauers Gerhard Marcks 1953 endlich auf dem Sockel stehen, dauert es. Verhüllt, damit neugierige Fotografenaugen sie nicht vorzeitig erblicken, werden sie von wichtigen Entscheidungsträgern hin- und hergeschoben, bis der richtige Standort gefunden ist. Der Geschäftsführer des Verkehrsvereins, Dr. Hanns Meyer, sammelt zwischenzeitlich eifrig Spenden, damit die Leihgabe des Künstlers endgültig in der Hansestadt bleiben kann. Zusammen mit einem Rest aus einem städtischen Darlehen kann der Kaufpreis für die „Tierleiberpyramide“ von 20.000 DM aufgebracht werden.




Herzenswunsch: der neue Pavillon

Im Oktober 1954 geht ein Herzenswunsch in Erfüllung. Der langersehnte und dringend benötigte Auskunftspavillon am Bahnhofsplatz kann endlich seiner Bestimmung übergeben werden. Das „neue Heim für den Verkehrsverein“ ist jetzt für Bremen-Besucher eine erste Anlaufstelle, die sich sehen lassen kann.




Bremer Koffer

Die meisten ausländischen Besucher der Hansestadt kommen aus den USA, danach folgen – mit Abstand – Schweden, Engländer, Holländer und Dänen. Eine verstärkte Werbung in den nordischen Ländern ist angelaufen. Auch zu diesem Zweck geht der „Bremer Koffer“ auf Reisen. Er zeigt in aufgeklapptem Zustand farbige, holzgeschnitzte Modelle von Dom, Rathaus und Roland und soll Clou der Schaufensterwerbung vor allem in ausländischen Reisebüros werden.




Erstmals die halbe Million erreicht

Im Jahre 1957 wird erstmals in der Geschichte des Bremer Verkehrsvereins die Grenze von 500.000 Übernachtungen überschritten. Eine Überraschung bereitet der Vergleich der Übernachtungszahlen bei den ausländischen Gästen: Die reiselustigen Skandinavier haben die Touristen aus den Vereinigten Staaten von der Spitze verdrängt. Eine steile Aufwärtskurve ist bei den Stadtführungen (40.000 Gäste) und Stadtrundfahrten (3.000 Besucher) zu verzeichnen. Große Bremen-Plakate haben wieder den Weg in alle Welt angetreten und werben selbst in Tokio und New York für die Hansestadt.




Unverzichtbar: eine Stadthalle

Eine Schlagzeile im Weser-Kurier am 16. Januar 1959: „Verkehrsverein plädiert für den Bau einer Stadthalle“. Eine Halbmillionenstadt wie Bremen müsse in der Lage sein, „durch mehr Veranstaltungen weitere Gäste anzuziehen. Dazu gehört auch ein ausreichendes Platzangebot. Es wäre deshalb zu begrüßen, wenn der Plan, ein Schauspielhaus zu bauen, bald verwirklicht würde. Vor allem aber braucht Bremen einen Veranstaltungsraum, der auch Platz bietet für Eisrevuen, große Varieté- Schauen und Sportveranstaltungen. Deshalb unterstützt der Verkehrsverein alle Bemühungen, die den Bau einer Stadthalle zum Ziel haben.“




Verständnis für den Gast

„Verständnis für den Gast“, das oberste Gebot für die Arbeit des Verkehrsvereins, wird tagtäglich unter Beweis gestellt. Im Jahre 1959 kommen mehr als 500.000 Fragesteller in den Auskunftspavillon am Bahnhof und in die Hauptgeschäftsstelle. Der lange Sommer ist für die Besichtigung von Stadt und Häfen besonders günstig. Allein die Stadtrundfahrt hat an 68 Tagen über 4.100 Fahrgäste, die in zwei Stunden auf einer Reise von 35 Kilometern ein Panorama von Bremen erleben. An Stadtführungen beteiligen sich zehntausende Touristen, die in mehr als 1.100 Gruppen hauptsächlich mit den Sehenswürdigkeiten der Innenstadt bekannt gemacht werden.




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