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Chronik
1940
• Der Bremer Senat kauft die Bronzeplastik „Der Wisent“ von Ernst Gorsemann; sie wird im Rhododendronpark aufgestellt.

1945
• Kriegsende: Die Enklave Bremen wird amerikanisches Besatzungsgebiet. • Wilhelm Kaisen wird Bürgermeister. • Die erste Ausgabe des Weser-Kurier erscheint. • Radio Bremen geht zum erstenmal auf Sendung.

1946
• Dr. Hanns Meyer wird Verkehrsdirektor und Geschäftsführer des Verkehrsvereins. • Eine neue Satzung für den Verkehrsverein wird beschlossen (27. Juni ). • Als erstes Theater nach dem Krieg werden die Bremer Kammerspiele im Haus Atlantis der Böttcherstraße eröffnet.

1947
• Die neue Landesverfassung der Freien Hansestadt Bremen wird verkündet. • Das erste Hafenkonzert von Radio Bremen wird von Bord der im Überseehafen liegenden „Princeton Victory“ ausgestrahlt.

1948
• 300.000 Übernachtungen werden gemeldet. Mehr als 100 Tagungen werden in Bremen durchgeführt. • Der Vereinsname lautet jetzt „Verkehrsverein der Hansestadt Bremen e. V.“.

1949
• Größte Veranstaltung ist die Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen der Landwirtschaftskammer im Bürgerpark. • Borgward nimmt die Produktion des legendären „Hansa 1500“ auf.


Zeitenwende

Gereist wird auch in den ersten Nachkriegszeiten rege, aber selten zum Vergnügen und alles andere als bequem in den noch vorhandenen, mit Menschen vollgestopften Zügen. Der häufigste Anlass sind Hamsterfahrten auf das Land, um für das Überleben der Familie notwendige Lebensmittel zu organisieren. Trotz der Zerstörung aller großen Hotels kann der Fremdenverkehrsverein im Herbst 1945 schon wieder 9.000 Übernachtungen monatlich vermitteln. Am 10. Dezember 1947 tritt der erste Nachkriegsvorstand des Verkehrsvereins zusammen. Ihm gehören Senator Dr. Hermann Apelt, Direktor Waldemar Klose und der Spediteur Arthur Ulrich an.




Wieder „richtiger“ Fremdenverkehr

Zwei Jahre später, der Verein ist mittlerweile in „Verkehrsverein der Hansestadt Bremen e. V.“ umbenannt worden, kann Geschäftsführer Dr. Hanns Meyer der Mitgliederversammlung im Kaminsaal des Neuen Rathauses berichten, dass zum erstenmal nach dem Krieg wieder „richtiger Fremdenverkehr“ festzustellen sei anstelle des bisher überwiegenden Stromes der Flüchtlinge, Hausierer und Schwarzhändler. Zu den 116.000 Fremden, die in den ersten zehn Monaten des Jahres 1949 nach Bremen kommen, zählen 6.000 Ausländer. Übernachtet wird zeitbedingt höchst bescheiden: 16 Prozent der Fremden werden in Massenunterkünften wie Bunkerhotels und dem Überseeheim untergebracht, immerhin ein deutlicher Fortschritt gegenüber 45 Prozent 1948. Das Interesse, Bremen oder das, was davon übrig geblieben ist, kennen zu lernen, ist noch vorhanden: 1949 lassen sich 33 Gruppen mit 1.700 Teilnehmern durch die Stadt führen. In der nächsten Saison sind schon 187 Gruppen mit rund 9.000 Personen unterwegs. Sie werden über Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen in der Hansestadt durch eine neue Zeitschrift informiert. 1951 kommt die halbmonatlich erscheinende „Bremer Umschau“ (Verlag H. Saade), herausgegeben vom Verkehrsverein, auf den Markt.




Hotel- und andere Nöte

Es herrscht Hotelnot, die vorhandenen 1.150 Fremdenbetten, die 1952 zur Verfügung stehen, reichen bei weitem nicht aus. „Noch viele Hunderte müssen dazu kommen, wenn Bremen seine traditionelle Aufgabe als eine der führenden deutschen Fremdenverkehrsstädte wieder richtig erfüllen will“, mahnt Dr. Meyer vor der Mitgliederversammlung. Ihm liegt noch eine andere Not am Herzen, das Fehlen einer „Vergnügungsinsel“, die er in der Faulenstraße angesiedelt sehen möchte. Man wolle zwar keine Hamburger Reeperbahn imitieren, aber „wohin mit den 100.000 Seeleuten, die jährlich in Bremen an Land gehen?“




Die Werbetrommel wird gerührt

Damit vor allem die ausländischen Gäste bald wieder in Scharen kommen, wird die Werbetrommel mächtig gerührt. Der Verein gibt 160.000 Stadtprospekte in deutscher, englischer, französischer, dänischer und schwedischer Sprache heraus. Außerdem werben 10.000 Autoplaketten, 25.000 Koffer-Schilder, eine neue Auflage des Heftes „Bremen heute“, 10.000 Stadtpläne nach dem Falk-Prinzip, eine Unterweserkarte „Von Bremen bis zur See“, ein neues, vor allem im Ausland verbreitetes Vierfarbenplakat vom Bremer Marktplatz, 1.000 Großfotos und der im Carl Schünemann Verlag erscheinende Bildband „Schönes Bremen“ für die Hansestadt.




Wirtschaftsfaktor ersten Ranges

Acht Jahre nach Kriegsende, 1953, feiert der Verkehrsverein den 50. Geburtstag mit einer Matinee im „U.T. am Bahnhofsplatz“. Bürgermeister Wilhelm Kaisen, als Schirmherr zum Gratulieren gekommen, spricht davon, dass der Fremdenverkehr in der Hansestadt ein Wirtschaftsfaktor ersten Ranges sei, seine eigene Note habe und dementsprechend gepflegt werden müsse. „Wenn wir Anspruch darauf er-heben, ein Welthafen zu sein, so haben wir auch alles zu unternehmen, dass den Überseereisenden in Bremen ein freundliches Willkommen entboten wird und dass sie beim Abschied gute Erinnerungen an unsere Stadt mitnehmen.“




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